Osterhasen streiken für faire Kakaopreise in Lübeck

Am Samstag, 28.03.2026 um 11 Uhr protestieren Aktive der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Lübeck in der Breiten Straße vor dem Rathaus gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau. Als Osterhasen verkleidet weigern sie sich symbolisch, „unfaire Schokolade“ in die Osternester zu legen.
Mit der Aktion fordert das entwicklungspolitische INKOTA-Netzwerk gemeinsam mit Aktionsgruppen in ganz Deutschland, künftig faire Preise für landwirtschaftliche Produkte gesetzlich zu verankern. Während bei uns die Schokoladeneier weiterhin sehr teuer sind, ist der Kakaopreis auf dem Weltmarkt schon längst wieder auf dem Niveau der letzten Jahre. Da trotz hoher Verbraucherpreise die Kakaobäuerinnen und -bauern nicht besser bezahlt werden, verschärft sich ihre schwierige Lage weiter.

Viele Bäuerinnen und Bauern bekommen aktuell einen Preis, der nicht mal die Produktionskosten deckt. Bittere Armut und Ausbeutung sind die Folge. Die Profite machen andere. Es besteht die Gefahr, dass sie künftig Gemüse anstelle von Kakao anbauen, Somit sollte es im Interesse der Schokoladenproduzenten sein, für eine bessere Bezahlung zu sorgen“, sagt Andreas Slemeyer vom Verein Fairtrade Stadt Lübeck. Die Aktivist:innen sammeln Unterschriften für einen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen fordern sie, faire, mindestens kostendeckende Preise entlang der gesamten Agrarlieferkette in die anstehende Reform der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken aufzunehmen.

Weitere Informationen: Kakao & Schokolade | INKOTA-netzwerk e.V.