13. Oktober 2026: Filmveranstaltung „AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam“

Filmveranstaltung „AGROkalypse – Der Tag, an dem das Gensoja kam“
Anschließend Gespräch mit dem Filmemacher Marco Keller

Dienstag, 13. Oktober 2026, 18:30 Uhr

Diele, Mengstraße 41 in Lübeck, Eintritt frei.

AGROKALYPSE erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohner vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Fleischkonsums und zeigt, wie wir mit Lebensmitteln die Welt verändern.

Filmbeschreibung
Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem, wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige, ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und die Vertreibung der dort lebenden Menschen und Tiere.
Bis zu 12 kg Soja oder Getreide muss man verfüttern, um daraus 1 kg Fleisch zu gewinnen. Und um den weltweit steigenden Fleischkonsum zu decken, wird dementsprechend immer mehr Futtermittel, meist Gensoja, angebaut. Aber was für Konsequenzen hat dieser rasant wachsende Agrarsektor und der enorme Fleischkonsum der westlichen Welt?
Der Dokumentarfilm „AGROkalypse – der Tag, an dem das Gensoja kam“ geht diesen Fragen nach und verfolgt den Weg der brasilianischen Sojabohne bis zu ihrem Ende als Tierfutter. In sehr persönlichen Porträts wird gezeigt, wie dabei die Ureinwohner Brasiliens von ihrem Land vertrieben werden, damit es immer mehr Anbauflächen gibt. Gleichzeitig begleitet die Kamera den Tofuhersteller Wolfgang Heck, der seit über 25 Jahren für den ökologischen Sojaanbau kämpft und für den es immer schwieriger wird in Brasilien nachhaltig mit Kleinbauern zusammenzuarbeiten.

Suedamerika, Brasilien, Mato Grosso do Sul, Caarapo, 22.02.2013: Marco Keller spricht mit Indigenen der Ethnie Guarani-Kaiowa auf abgeerntetem Sojafeld von besetzter Farm. Als Reaktion auf den von einem Sojafarmer verursachten gewaltsamen Tod eines jugendlichen Stammesangehoerigen haben die Bewohner des Gauarani-Kaiowa Dorfes Te’ykue von Caarapo das Gelaende der an ihr Reservat angrenzenden Farm besetzt. Die Guarani sind eine indianische Ethnie, die bereits in praekolumbischer Zeit als Ackerbauern im mittleren Suedamerika siedelte. In Brasilien bilden die Guarani das groesste indigene Volk des Landes, aufgeteilt in drei Untergruppen, eine davon die Kaiowa. Der Name ist abgeleitet vom Begriff “ka’aguygua” (Bewohner des Waldes) aus der Guarani-Sprache. Foto: Werner Rudhart
Suedamerika, Brasilien, Mato Grosso do Sul, Caarapo, 23.02.2013: Gruppe von Indigenen der Ethnie Guarani-Kaiowa mit Gesichtsbemalung und Federschmuck tanzt auf abgeerntetem Sojafeld einer besetzten Farm. Als Reaktion auf den von einem Sojafarmer verursachten gewaltsamen Tod eines jugendlichen Stammesangehoerigen haben die Bewohner des Gauarani-Kaiowa Dorfes Te’ykue von Caarapo das Gelaende der an ihr Reservat angrenzenden Farm besetzt. Die Guarani sind eine indianische Ethnie, die bereits in praekolumbischer Zeit als Ackerbauern im mittleren Suedamerika siedelte. In Brasilien bilden die Guarani das groesste indigene Volk des Landes, aufgeteilt in drei Untergruppen, eine davon die Kaiowa. Der Name ist abgeleitet vom Begriff “ka’aguygua” (Bewohner des Waldes) aus der Guarani-Sprache. Foto: Werner Rudhart